Datengrundlage

Rinder: Auswertungen von Daten der registrierten, lebenden Rinder der Gattungen und Arten Hausrind, Zebu, Yak, Wasserbüffel und Bison für die letzten 10 Jahre per Stichdatum. Wenn nicht ausdrücklich in der Beschreibung der Daten angegeben, befinden sich die Tiere in der Schweiz. Als fehlerhaft markierte Datensätze sind in den Auswertungen nicht berücksichtigt.
Datenquelle: Tierverkehrsdatenbank TVD

Equiden: Auswertungen von Daten der registrierten, lebenden Equiden ab 01.01.2016 per Stichdatum. Wenn nicht ausdrücklich in der Beschreibung der Daten angegeben, befinden sich die Tiere in der Schweiz. Als fehlerhaft markierte Datensätze sind in den Auswertungen nicht berücksichtigt.
Datenquelle: Tierverkehrsdatenbank TVD

Hunde: Auswertungen von Daten der registrierten Hunde ab 01.01.2016 per Stichdatum. Wenn nicht ausdrücklich in der Beschreibung der Daten angegeben, befinden sich die Tiere in der Schweiz.
Datenquelle: Amicus

Datenschutz: Kategorien, die zwischen 1 und 4 (inklusiv) Einträge enthalten, werden nicht angezeigt. Ihr Wert wird in den Datendateien leer gelassen und erscheint nicht in den Darstellungen.

Wichtig: Die verschiedenen Datenbanken sind dynamisch. Täglich werden neue Ereignisse gemeldet. Die Werte für die gleiche Auswertung und zu den gleichen Daten können daher zwischen verschiedenen Auswertungszeitpunkten leicht variieren.


Glossar

Begriff Beschreibung
?? Die Adresse des Standorts (Land, Kanton, Gemeinde) ist unbekannt, ungültig oder leer.
Abgangsmeldung Alle Meldungen zu Nutztieren, welche den Abgang von Tieren von einem Betrieb beinhalten. Die Meldetypen sind abhängig von der Tiergattung und in der TVD-Verordnung geregelt. Mögliche Meldetypen sind Betriebswechsel, Sömmerung, Ausfuhr (Export), Verendung, Schlachtung, Euthanasierung.
Abnahmemeldung Alle Meldungen, welche die Anzahl Tiere einer Population mindern. Die Meldetypen umfassen Schlachtungen, Verendungen/ Euthanasie, Ausfuhren.
Allel Jede von zwei oder mehreren alternativen Formen eines Gens, die durch Mutation entstehen und an der gleichen Stelle auf einem Chromosom zu finden sind.
Altersstruktur Verteilung der registrierten, lebenden Tiere nach deren Alter zum Stichdatum.
Amicus Im Auftrag der Kantone und basierend auf Artikel 30 des Tierseuchengesetzes sowie Artikel 16-18 der Tierseuchenverordnung betreibt die Identitas AG die nationale Hundedatenbank Amicus. Amicus garantiert die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und bietet eine hohe Datenqualität: Gemeinden erfassen Hundehalter und pflegen ihre Adressen, Tierärzte kennzeichnen Hunde und übernehmen die Erstregistrierung und Hundehalter melden Mutationen. Damit wird die lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleistet und illegale Importe von zu jungen und kranken Hunden können aufgedeckt und verhindert werden. Zudem bietet Amicus die Grundlage für das Kontaktieren von Besitzern bei ausgesetzten oder entlaufenen Hunden. Rund 430'000 aktive Nutzer setzen pro Jahr ca. 170’000 Meldungen in Amicus ab.
Andere Kuh Weibliche Rinder mit einer oder mehreren Abkalbungen, welche nicht als Milchkuh deklariert sind. Dazu gehören Mutter- und Ammenkühe, Ausmastkühe, verstellte Galtkühe sowie andere nicht gemolkene Kühe.
Art Art oder Spezies ist die Grundeinheit der biologischen Systematik (zoologische Taxonomie). Es gibt verschiedene Artbegriffe. Oft wird der Artbegriff über die Fortpflanzungsgemeinschaft - können fruchtbare Nachkommen gezeugt werden ja/ nein - oder das Vorhandensein gemeinsamer Merkmale in einer Gruppe - Morphologie, Genetik - festgelegt. Bei domestizierten Arten werden Gruppen ähnlicher Tiere als Rassen bezeichnet. Der Begriff der Rasse ist allerdings keine taxonomische, sondern eine sozioökonomische und kulturelle Grösse ("a breed is a breed if enough people say it is" - Hammond K., FAO 1997). Alle Pferde- und Ponyrassen gehören zur selben Art Equus caballus caballus, alle Hunderassen zu Canis lupus familiaris.
Aufzuchtrind Weibliches Rind vor der ersten Kalbung.
Ausfuhr Exporte von Tieren in andere Länder der Welt, ausser Liechtenstein. Im Falle des Wegzugs eines Hundehalters ins Ausland führt dies automatisch zu einem Export seiner Hunde.
Ausland Länder der Welt ausser Schweiz und Liechtenstein, wenn nicht explizit ausgeschlossen.
Chimäre Fabel- oder Mischwesen; in der Biologie ein Tier mit Zellen unterschiedlicher genetischer Herkunft, die von verschiedenen befruchteten Eizellen abstammen. Bekannt sind Rinderchimären bei Mehrlingsträchtigkeiten oder Schaf-Ziegen Chimären ("Schiege"). In der Pflanzenzucht bekannt ist das Pfropfen von Obstbäume oder Reben, welches ebenfalls zu Chimären führt.
Chromosom Trägerstruktur der DNA im Zellkern einer Zelle.
Einfuhr Importe von Tieren aus anderen Ländern der Welt, ausser Liechtenstein.
Einfuhr nach Ausfuhr Importe von exportierten Tieren aus anderen Ländern der Welt, ausser Liechtenstein.
Entwicklung Die Veränderung eines Parameters über die Zeit.
Equiden Zoologische Gattung, welche die noch lebenden Arten der Pferde, Wildpferde, Esel, Halbesel und Zebras sowie deren Kreuzungen umfasst. Im Rahmen der Identifizierung und Registrierung von Tieren gilt zudem Artikel 6, Buchstabe y der Tierseuchenverordnung.
Equidentypen Zur Darstellung der Populationsentwicklung verschiedener Equidentypen über die Zeit hat Identitas AG folgende neun Kategorien gebildet: Vollblut umfasst klassische Vollblutrassen; Warmblut umfasst moderne Sportpferderassen mit hoher Verwandtschaft zum Vollblut; Kaltblut enthält klassische Zugpferderassen inklusive den Freiberger; Ponys und Kleinpferde bilden eine heterogene Gruppe von Pferderassen unterschiedlicher Herkunft, welche sich durch ein Stockmass von mehrheitlich ≤148cm auszeichnen; Iberer umfassen Rassen mit prägendem iberischem Ursprung; Höfische Rassen umfassen die Karussell-, Reit- und Paradepferde der europäischen Höfe des 16. bis 18. Jh.; Esel umfassen alle Eselrassen und Esel unbekannter Herkunft; als Hybrid werden Maultiere und Maulesel bezeichnet und die Kategorie Wildequiden enthält Przewalski-Pferde. Andere Wildequiden sind derzeit nicht in der TVD registriert. Die Einteilung erfolgte auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes zur Genetik und Geschichte der Equiden (z.B. Petersen et al. 2013). Über Kategorisierungen lässt sich immer Debattieren. Identitas AG versucht in dieser Grafik mittels zahlenmässig umfangreicher Gruppen deutliche Trends aufzuzeigen. Für Freunde einzelner Rassen findet sich dafür die Abbildung nach Rassen.
Ersatzohrmarke Ersatz für die amtliche Kennzeichnung. Tiere der Gattungen Rinder, Schafe und Ziegen müssen an beiden Ohren mit Ohrmarken gekennzeichnet sein. Die übrigen Klauentiere nur am rechten Ohr. Verliert ein Tier die Ohrmarke, ist der Tierhalter verpflichtet innert drei Tagen eine Ersatzohrmarke zu bestellen und diese anzubringen.
Erstregistrierung Initialmeldung zur Erfassung von Tieren in der TVD, welche nicht durch eine Geburtsmeldung, eine Importmeldung oder einen Zugang auf eine Tierhaltung erfasst werden können. Beispiele sind die Nacherfassung von bisher nicht erfassten Tieren aufgrund neuer Registrierungspflichten.
Esel Der Hausesel ist eine von neun lebenden Equidenarten und eine von zwei domestizierten. Er stammt vom afrikanischen Wildesel ab und diente primär als Last- und Tragtier.
Euthanasierung Einschläferungen (Euthanasie) eines Tieres mit einem Arzneimittel (Narkotikum) durch einen Tierarzt.
Galtkuh Eine Galtkuh ist eine Kuh, die zwischen zwei Laktationen steht. Rund 6 bis 8 Wochen vor der erwarteten Geburt wird eine Kuh nicht mehr gemolken. Ihr Organismus regeneriert sich und bereitet sich auf die nächste Laktation vor. Sie wird "galt", "gust" (Dialekt) oder trocken gestellt.
Gattung Gattung (Genus) ist eine Hierarchiestufe der biologischen Systematik (zoologische Taxonomie). Eine Gattung umfasst eine oder mehrere Arten. Die Rinderartigen gruppieren sich beispielsweise in die Gattungen eigentliche Rinder (Bos), Asiatische Büffel (Bubalus), Afrikanische Büffel (Syncerus) und Vietnamesisches Waldrind (Pseudoryx). Bos und Bubalus beinhalten u.a. die domestizierten Arten Hausrind, Yak und Wasserbüffel.
Gen Erblicher Abschnitt auf der DNA, der die Grundinformation zur Synthese eines Proteins beinhaltet.
Heimtier Equiden werden als Nutztiere geboren, können aber jederzeit den Status (Verwendungszweck) Heimtier erlangen; dieser  ist nicht umkehrbar. Der Heimtierstatus ist in der TVD und im Equidenpass festgehalten. Der Entscheid über Nutz- oder Heimtierstatus liegt beim Eigentümer. Je nachdem, ob ein Equide als Nutztier oder Heimtier registriert ist, gelten andere Regeln für die Verabreichung und Dokumentation von Tierarzneimitteln (Tierarzneimittelverordnung, Artikel 12, 15, 23, 26, 28), die Schlachtung, bzw. die Verwendung des Tierkörpers (Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle, Artikel 9, 10, 22, 24). Im Zweifelsfall gilt der Eintrag in der TVD.
Hengst Männlicher, nicht kastrierter Equide.
Herde Gemäss Tierseuchenverordnung Artikel 6, Buchstabe p bedeutet Herde: Tiere einer Tierhaltung, die eine epidemiologische Einheit bilden; eine Tierhaltung kann eine oder mehrere Herden umfassen. Generell: Gruppe von Tieren eines Tierhalters.
Herdebuch Ein Herdebuch, auch Stutbuch genannt, enthält die Genealogie (die Ahnen) einer Gruppe von Tieren und deren Leistungen. Seit dem 19. Jahrhundert bildet das Herdebuch die Grundlage zur tierzüchterischen Arbeit. Kenntnisse über die Verwandtschaft von Tieren und deren Leistungen, verbunden mit statistischen Modellen (Populationsgenetik), ermöglichen Selektion und Zuchtfortschritt.
Heterozygot oder mischerbig Eine Genstelle weist zwei unterschiedliche väterliche und mütterliche Allele/ Chromosomen auf.
Hof- und Weideschlachtung Gemäss Artikel 3, Buchstaben q und r der Verordnung über das Schachten und die Fleischkontrolle (VSFK) bedeutet Hofschlachtung die Schlachtung, bei der das Betäuben und Entbluten der Tiere im Herkunftsbestand stattfindet; Weideschlachtung die Schlachtung, bei der das Betäuben und Entbluten der Tiere auf einer Weide im Herkunftsbestand stattfindet. Die Hofschlachtung ist zulässig für Schlachtvieh, die Weideschlachtung für Tiere der Rindergattung. Weiter gilt Artikel 9a der VSFK.
Homozygot oder reinerbig Eine Genstelle weist zwei identische väterliche und mütterliche Allele/ Chromosomen auf.
Hybrid Als Hybrid werden Kreuzungen in der Tier- und Pflanzenzucht bezeichnet. Hybride sind teilweise unfruchtbar und ein züchterisches Endprodukt. Bekannt sind u.a. Artkreuzungen zwischen Esel und Pferd, die je nach Verpaarung zu Maultieren bzw. Mauleseln führen. Hybridzucht wird aber auch in der Schweine- und Geflügelbranche praktiziert. Hybride Pflanzensorten kommen routinemässig weltweit im Ackerbau vor. Die Hybridisierung nutzt genetisch gesehen den Effekt der Heterosis (Kreuzungseffekt). Durch die Heterosis sind in hybriden Tieren und Pflanzen einzelne Merkmale stärker ausgeprägt als bei den einzelnen Elternrassen. Im Falle von fruchtbaren Hybriden verliert sich der Effekt in den Nachkommen nach der Spaltungsregel von Mendel.
Hündin Weiblicher Hund.
Initialmeldung Initialmeldungen sind Geburt, Import und Erstregistrierungen. Mit diesen Meldungen beginnt die jeweilige Tiergeschichte in der TVD.
Klauentiere Gemäss Tierseuchenverordnung Artikel 6, Buchstabe t: Klauentiere, Haustiere der Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Schweinegattung einschliesslich Büffel und Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas) sowie in Gehegen gehaltenes Wild der Ordnung Paarhufer, ausgenommen Zootiere.
Ausnahmen welche nicht in der Tierverkehrsdatenbank TVD gemeldet werden müssen: Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas), Zoo-, Zirkus- und Kleinrassen-Heimtiere, falls diese weder geschlachtet noch an Märkten ausgestellt werden.
Kuh Weibliches Rind nach der ersten Kalbung.
Landwirtschaftsbetrieb Die Definition eines Landwirtschaftsbetriebs lautet gemäss Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) wie folgt (Mindestnormen pro Betrieb): 1 Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche oder 30 Aren Spezialkulturen oder 10 Aren in geschütztem Anbau oder 8 Mutterschweine oder 80 Mastschweine oder 80 Mastschweinplätze oder 300 Stück Geflügel.
Maulesel Kreuzungsprodukt (Hybrid) eines Pferdehengstes und einer Eselstute.
Maultier Kreuzungsprodukt (Hybrid) eines Eselhengstes und einer Pferdestute.
Median Der Median, Zentralwert oder Lageparameter teilt die nach Grösse geordneten Beobachtungswerte in zwei gleich grosse Hälften. Der Median wird auch als 1/2 Quantil bezeichnet. Ein Wert m ist Median einer Stichprobe, wenn mindestens die Hälfte der Beobachtungen in der Stichprobe einen Wert ≤ m und mindestens die Hälfte einen Wert ≥ m hat. Diese Grösse ist bei Extremwerten robuster als der Mittelwert. Zum Beispiel ist der Median der Werte {1,2,1,100,3} 2 (zwei Werte sind niedriger als 2: {1,1} und zwei höher: {3,100}), während sein Mittelwert 21.4 beträgt.
Milchkuh Als Milchkühe gelten gemolkene Kühe mit oder ohne Verkehrsmilchproduktion, inklusive Galtkühe, die im Bestand der gemolkenen Kühe gehalten werden.
Männlich Biologisch männliches Geschlecht.
Nicht definiert Alle männliche Rinder sowie weibliche Rinder ohne Erstabkalbung sind der Nutzungsart "nicht definiert" zugeteilt.
Nutztier Equiden werden als Nutztiere geboren, können aber jederzeit den Status (Verwendungszweck) Heimtier erlangen; dieser  ist nicht umkehrbar. Der Heimtierstatus ist in der TVD und im Equidenpass festgehalten. Der Entscheid über Nutz- oder Heimtierstatus liegt beim Eigentümer. Je nachdem, ob ein Equide als Nutztier oder Heimtier registriert ist, gelten andere Regeln für die Verabreichung und Dokumentation von Tierarzneimitteln (Tierarzneimittelverordnung, Artikel 12, 15, 23, 26, 28), die Schlachtung, bzw. die Verwendung des Tierkörpers (Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle, Artikel 9, 10, 22, 24). Im Zweifelsfall gilt der Eintrag in der TVD.
Ochs Männliches, kastriertes Rind. Die Angaben zur Kastration beim Rind stammen aus Tabellen der TVD im Zusammenhang mit der Geburtsmeldung sowie späteren Anpassungen derselben. Diese Meldungen erfolgen durch die Tierhalter. Der Vergleich mit Daten der Schlachtstatistik von Agristat (Tabellen 3.13 und 3.14) deutet darauf hin, dass die Meldungen in der TVD nicht vollständig erfolgen und die tatsächliche Anzahl Ochsen höher liegt als in der Tierstatistik derzeit abgebildet.
Ohrmarke Zur Kennzeichnung von Klauentieren (Tierseuchenverordnung Artikel 6, Buchstabe t; Artikel 10) werden Ohrmarken verwendet. Lamas, Alpakas, Zoo- und Zirkustiere müssen bis auf weiteres nicht markiert werden. Auch Kleinrassen-Heimtiere bedürfen keiner Markierung, falls weder Schlachtung noch Ausstellungen/ Märkte vorgesehen sind (Technische Weisungen über die Kennzeichnung von Klauentieren Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV).
Die Begriffe rechts oder links in Zusammenhang mit Ohrmarken verstehen sich bezüglich Blickrichtung des Tieres. Das Lochteil liegt am Innenohr und das Dornteil am Aussenohr.
Ohrmarken für die Neumarkierung werden vom Ohrmarkenhersteller produziert und durch die Schweizer Post direkt dem Tierhalter zugestellt. Die Lieferung erfolgt in 14 bis 21 Kalendertagen. Damit ein Verstellen von Klauentieren in einen anderen Betrieb möglich ist, müssen sie korrekt mit den gültigen Ohrmarken gekennzeichnet sein.
Phänotyp Erscheinungsbild; alles was sich an einem Tier messen, beschreiben und beobachten lässt. Der Phänotyp entsteht aus der wechselseitigen Wirkung von Genen und Umwelt (z.B. Wachstum, Grösse).
Rasse Eine Gruppe von Tieren mit ähnlichem Erscheinungsbild, ähnlichen Leistungen und ähnlicher Genetik derselben Art. Selektion und Zucht innerhalb Rasse wird als Reinzucht, solche zwischen Rassen als Kreuzungszucht bezeichnet. Die Zugehörigkeit eines Tieres zu einer Rasse geht i.d.R. einher mit dem Eintrag in ein Herdebuch. Siehe auch Art.
Rasse unbekannt Tiere ohne Angabe der Rasse oder nicht plausibler Rassenbezeichnung.
Rückverfolgbarkeit Die Rückverfolgbarkeit von Tieren ist die Grundlage für Lebensmittelsicherheit und die Bekämpfung von Tierseuchen. Rückverfolgbarkeit basiert auf den Pflichtmeldungen gemäss TVD-Verordnung bzw. Tierseuchengesetzgebung. Es werden Geburt, Bewegungen und Tod der Klauentiere und Equiden erfasst sowie die Zuordnung zum verantwortlichen Tierhalter; letzteres gilt auch für Hunde.
Rüde Männlicher Hund.
Schlachtung Die Schlachtungen eines Tieres in einem Schlachtbetrieb.
Standortwechsel Transfer eines Tieres von einem Ort an einen anderen. Bei Klauentieren setzt sich ein Standortwechsel aus einer Abgangs- und einer Zugangsmeldung zu einer Tierhaltung zusammen. Bei Equiden erfolgen Abgangs- und Zugangsmeldung durch den Eigentümer gleichzeitig in einem Schritt (Ausnahmen Export und Schlachtung).
Stier Männliches, nicht kastriertes Rind. In der Schweiz wird ein Stier auch Muni genannt.
Stute Weiblicher Equide.
Tierhaltung Wo nicht explizit anders vermerkt, wird in den Abbildungen der Begriff "Tierhaltung" (Artikel 6, Buchstabe o der Tierseuchenverordnung) gleichgesetzt mit einer TVD-Nummer. Eine TVD-Nummer entspricht nicht per se einem Betrieb, denn ein solcher kann mehrere Tierhaltungen beinhalten (Artikel 6-10 der Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen). Zum Stichdatum muss die Tierhaltung mindestens ein lebendes Tier der entsprechenden Gattung aufweisen.
Tierverkehrsdatenbank TVD Die Tierverkehrsdatenbank TVD ermöglicht die Rückverfolgbarkeit von Tieren gemäss TVD-Verordnung und schafft damit Transparenz und Vertrauen bei den beteiligten Akteuren und den Konsumentinnen und Konsumenten von tierischen Nahrungsmitteln in der Schweiz. Im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) vergibt die TVD Identitäten in Form eindeutig beschrifteter Ohrmarken für alle in der Schweiz gehaltenen Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Wild in Gehegen sowie die sogenannte "Universal Equine Life Number - UELN" bei Equiden. Rund 90'000 Nutzer setzen pro Jahr ca. 8,3 Millionen Meldungen in der TVD ab. Betrieben wird die Tierverkehrsdatenbank von der Identitas AG.
UELN UELN ist ein Projekt zur einheitlichen Identifizierung von Equiden. Die Verordung der EU 2015/262 Ziffer 61 beschreibt die UELN wie folgt: das UELN-System (UELN — universelle Equiden-Lebensnummer) wurde weltweit zwischen den größten Pferdezucht- und -turnierorganisationen vereinbart. Es wurde auf Initiative der World Breeding Federation for Sport Horses (WBFSH), des International Stud-Book Committee (ISBC), der World Arabian Horse Organization (WAHO), der European Conference of Arabian Horse Organisations (ECAHO), der Conférence Internationale de l'Anglo-Arabe (CIAA), der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) und der Union Européenne du Trot (UET) entwickelt; Informationen zu diesem System sind auf der UELN-Website verfügbar (http://www.ueln.net/).
Unterschied Pferd und Pony Pferde und Ponys gehören zur selben domestizierten Art Equus caballus caballus. Das Wort Pony geht auf den altfranzösischen Begriff Poulenet (kleines Fohlen), bzw. lateinisch Pullanus (Jungtier) zurück. Pony meint ganz generell ein kleines Pferd. Die Widerristhöhe ist das entscheidende Zuordnungskriterium. Pferde unter 148cm gelten gemeinhin als Ponys, solche darüber als Pferde. Mit dem Begriff Pony werden oft auch bestimmte "Pony-typische" Eigenschaften verbunden. Diese Phänotypen lassen sich primär auf die Herkunft der kleinen Pferde unter harschen Umweltbedingungen sowie auf deren Nutzung als Zug- und Lasttiere zurückführen. Einzelne Rassen tragen seit jeher den Namen Ponys (z.B. Dartmoor oder Shetland Pony); andere werden trotz Kleinwüchsigkeit als Pferde bezeichnet (z.B. Haflinger Pferd, Fjord Pferd, Camargue Pferd). Auch der Begriff Kleinpferd findet etwa Verwendung bei der Abgrenzung von grossen (≥148cm) und kleineren Pferden.
Verendung Bezeichnungen der Todesart, bei der ein Tier ohne weiteres Zutun stirbt.
Verteilung der Geburten Aufteilung der registrierten Tiere nach Geburtstag und -monat.
Wallach Männlicher, kastrierter Equide.
Weiblich Biologisch weibliches Geschlecht.
Weitere Rassen Gruppiert alle Rassen, die nicht explizit angezeigt werden.
Widerrist Als Widerrist werden die langen Dornfortsätze der ersten Brustwirbel bezeichnet. Sie bilden den höchsten Punkt des Körpers bei gesenkter Kopf-Hals-Haltung.
Zugangsmeldung Alle Meldungen zu Nutzieren, welche den Zugang von Tieren auf einen Betrieb beinhalten. Die Meldetypen sind abhängig von der Tiergattung und in der TVD-Verordnung geregelt. Mögliche Meldetypen sind Geburten, Betriebswechsel, Einfuhren (Import), Erstregistrierungen, Einfuhr nach Ausfuhr.
Zuwachsmeldung Alle Meldungen, welche die Anzahl Tiere einer Population erhöhen. Die Meldetypen umfassen Geburten, Einfuhren, Erstregistrierungen, Einfuhren nach Ausfuhr.
Zwitter, Zwick Tier mit unterschiedlicher, gleichzeitiger Ausprägung von männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen. Typisch bei zweigeschlechtlichen Mehrlingsträchtigkeiten beim Rind (Freemartins, Chimären), oder homozygot hornlosen weiblichen Ziegen. Zwitter sind in der Regel unfruchtbar.


Tutorial

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Identitas entwickelt und betreibt Applikationen zur Identifizierung, Registrierung und zum Monitoring von Nutz- und Heimtieren. Als führender Schweizer IT-Dienstleister für Daten rund um das Tier und den Pflanzenbau schaffen wir Mehrwert für gesunde Tiere und sichere Lebensmittel. An unserem Sitz in Bern beschäftigen wir rund 100 Mitarbeitende.

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